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Schulungsübersicht

Erste Schritte mit der Fiji- & ImageJ-Ökosystem

  • Verständnis der Fiji-Architektur: ImageJ-Kern, Plugins und Update-Manager
  • Installation, Umgebungssetup und Konfiguration automatischer Updates beim Start
  • Navigieren in der GUI: Fenster, Symbolleisten, Stapel/Serienverwaltung und Tastenkürzel
  • Unterstützte wissenschaftliche Formate: TIFF, OME-TIFF, ND2, LIF, HDF5 und Metadata-Standards
  • Laborübung 1: Installation von Fiji, Konfiguration des Update-Managers für automatische Updates und Navigation in einem multikanaligen Fluoreszenzmikroskopie-Datensatz

Grundlegende Bildverarbeitung & quantitative Analyse

  • Grundlegende Transformationen: Zuschneiden, Drehen, Skalieren und Kanaltrennung
  • Filterung & Verbesserung: Gauß-, Median-, CLAHE-Filter sowie Rauschreduktionstechniken
  • Segmentierung & Merkmalsextraktion: Schwellenwertbildung, Watershed, ROI-Manager und Partikelanalyse
  • Quantifizierung: Histogrammanalyse, Farbdekonvolution, Co-Lokalisierungs-Metriken und statistischer Export
  • Laborübung 2: Erstellung einer reproduzierbaren 2D/3D-Analyse-Pipeline auf einem Beispiel-Datensatz der Zellabbildung und Export strukturierter Messtabellen

Skripting, Automatisierung & Mehrsprachige Workflows

  • Der Fiji-Skript-Editor: Schreiben, Ausführen, Debuggen und Parametrisieren von Skripten
  • Auswahl der richtigen Sprache: Python (PyImageJ/ImgLib2), JavaScript (Nashorn), Groovy und Beanshell
  • Anbindung von Fiji an wissenschaftliche Computing-Ökosysteme (NumPy, SciPy, pandas, scikit-image)
  • Macro-Aufzeichnung vs. Skripting: Wann welches zu verwenden ist und wie sauberer, wiederverwendbarer Code gepflegt wird
  • Laborübung 3: Schreiben eines Python-Skripts zur Batch-Verarbeitung eines Z-Stapels, Extraktion von Zellmetriken und automatisches Erstellen von Zusammenfassungsplots & CSV-Berichten

Fortgeschrittene Workflows: 3D-Bildgebung, Stitching & große Datensätze

  • Arbeit mit multidimensionalen bioimage-Daten: virtuelle Stapel, Lazy Loading und Speicherverwaltung
  • Grundlagen der Kachelmikroskopie: Erfassungsmuster, Kachelnummerierung und Handhabung von Überlappungen
  • Stitching großer 3D-Datensätze: Nutzung von BigStitcher & TrakEM2 für Registrierung und Zusammenführung
  • Leistungsoptimierung für hardwarebeschränkte Umgebungen (RAM, GPU-Hinweise, Cloud-Tauglichkeit)
  • Laborübung 4: Registrierung und Stitching eines simulierten tile-basierten 3D-Mikroskopie-Datensatzes sowie Optimierung der Speichernutzung für einen >10GB Z-Stapel

Erweiterung von Fiji: ImgLib2, Plugin-Entwicklung & Bereitstellung

  • Das ImgLib2-Datenmodell: N-dimensionale Arrays, Views und speichereffiziente Operationen
  • Erstellung benutzerdefinierter Bildverarbeitungsalgorithmen mit ImgLib2 & ImageJ2-APIs
  • Plugin-Packaging: Maven-Struktur, UI-Integration und Abhängigkeitsmanagement
  • Verteilung & Bereitstellung: Erstellung lokaler/globaler Update-Sites, Docker-Container und reproduzierbarer Forschungs-Pakete
  • Zusammenarbeit über Teams hinweg: Standardisierung von Parametern, Versionskontrolle für Pipelines und labübergreifender Austausch
  • Laborübung 5: Entwicklung eines benutzerdefinierten, auf ImgLib2 basierenden Plugins, lokale Tests und Veröffentlichung auf einer gemeinsamen Update-Site

Reproduzierbarkeit, Best Practices & Integration in die Forschung

  • Erfassung der Provenance: Einbetten von Skripten, Parametern und Fiji-Versionsinformationen in die Ergebnisse
  • Metadata-Standards & FAIR-Prinzipien für wissenschaftliche Bilddaten
  • Profiling, Debuggen und Behebung häufiger Engpässe in der bioimage-Verarbeitung
  • Gemeinschaftsressourcen: ImageJ/Fiji-Dokumentation, Foren, GitHub-Repositories und Plugin-Ökosystem
  • Abschlussprojekt: Entwurf, Skripting und Dokumentation eines vollständigen Bildanalyse-Workflows, zugeschnitten auf Ihre Forschungsdomäne
  • Optionen zur Anpassung: Wir bieten maßgeschneiderte Versionen mit Fokus auf:
    • Spezifische Bildgebungsmodalitäten (Konfokal, Super-Resolution, Elektronenmikroskopie usw.)
    • Domänenspezifische Pipelines (Zellzählung, Co-Lokalisierung, Morphometrie usw.)
    • Integration in bestehende Laborinfrastrukturen (Slurm, AWS, lokales HPC oder OME-TIFF-Archive)

Voraussetzungen

  • Allgemeines Verständnis von Skripting- oder Programmierkonzepten
  • Kenntnisse in Java sind hilfreich, aber nicht erforderlich
  • Hintergrund in wissenschaftlichen Disziplinen (z. B. Biologie, Chemie, Physik) wird dringend empfohlen

Zielgruppe

  • Wissenschaftler & Forscher (Biologie, Materialwissenschaft, medizinische Bildgebung usw.)
  • Datenanalysten & Entwickler, die mit Mikroskopie- oder wissenschaftlichen Bildern arbeiten
  • Laborleiter, die Bildanalyse-Workflows standardisieren möchten
 21 Stunden

Teilnehmerzahl


Preis je Teilnehmer (exkl. USt)

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