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Schulungsübersicht

Rechtlicher Kontext & Grundlagen der Barrierefreiheit

Modul 1: Einführung in das Barrierefreiheitsgesetz und dessen Bedeutung

  • Überblick über das neue Barrierefreiheitsgesetz (in Kraft ab dem 28. Juni)
  • Rechtliche Anforderungen und Fristen
  • Auswirkungen auf den öffentlichen Sektor, private Unternehmen und Entwickler
  • Warum Barrierefreiheit wichtig ist: soziale, ethische und geschäftliche Perspektiven
  • Sanktionen bei Nichterfüllung der Vorschriften
  • Überblick über Barrierefreiheitsstandards (WCAG 2.1/2.2, ARIA)
  • Kategorien von Behinderungen

Modul 2: Prinzipien und Richtlinien der Barrierefreiheit

  • Die POUR-Prinzipien (Wahrnehmbar, Bedienbar, Verständlich, Robust)
  • Einführung in die WCAG-Richtlinien
  • ARIA-Rollen, Zustände und Eigenschaften
  • Semantisches HTML und seine Rolle für die Barrierefreiheit

Modul 3: Einrichten einer zugänglichen Entwicklungsumgebung

  • Tools: Browser-Dev-Tools, Screenreader (NVDA, VoiceOver), Barrierefreiheits-Erweiterungen
  • Einrichtung von Lints und automatisierten Barrierefreiheits-Testtools
  • Überblick über gängige Tools zur Barrierefreiheitstestung
  • Einrichtung der Barrierefreiheits-Tests auf mobilen Simulatoren und realen Geräten (unter Verwendung von VoiceOver/TalkBack, Android Accessibility Scanner, Xcode Accessibility Inspector).

Modul 4: Praxis-Coding – Semantisches HTML & Tastaturnavigation

  • Schreiben von semantischem Markup für Barrierefreiheit
  • Sicherstellung der vollständigen Tastaturnavigierbarkeit
  • Techniken zum Focus-Management
  • Barrierefreie Bearbeitung von Formularen und interaktiven Elementen

Barrierefreiheit in nativen mobilen Apps (Optionales Zusatzmodul für 1,5 Stunden)

  • Wichtige Plattformrichtlinien (Google Material, Apple Human Interface)
  • Navigation, Schaltflächen und Formulare auf mobilen Geräten barrierefrei gestalten
  • Gängige Probleme der mobilen Barrierefreiheit und deren Lösungen
  • Praktische Tests mit VoiceOver und TalkBack

Fortgeschrittenes Coding & Assistive Technologien

Modul 5: Zugängliches CSS und visuelles Design

  • Best Practices für Farbkontraste und Textgröße
  • Fokusstile und sichtbare Fokusindikatoren
  • Aspekte des responsiven Designs im Hinblick auf Barrierefreiheit
  • Vermeidung von Fallstricken bei Animationen und Übergängen
  • Richtlinien für Farbkontraste und Skalierung auf mobilen Bildschirmen.

Modul 6: ARIA für dynamische Inhalte & Rich Internet Applications

  • Wann und wie ARIA-Attribute verwendet werden sollen
  • Verwaltung von Live-Bereichen für Screenreader
  • Erstellung barrierefreier Widgets und benutzerdefinierter Komponenten
  • Die Rolle von ARIA in SPAs (Single Page Applications)
  • Für mobile Geräte: Diskussion über Barrierefreiheitsrollen und -bezeichnungen in nativen Plattformen (z. B. contentDescription unter Android, accessibilityLabel unter iOS).

Modul 7: Praktische Coding-Lab: Aufbau zugänglicher Komponenten

  • Erstellung barrierefreier Schaltflächen, Modals, Dropdown-Menüs und Tabs
  • Implementierung barrierefreier Formularvalidierung und Fehlerbehandlung
  • Verwendung von ARIA und semantischem HTML für reale UI-Komponenten

Testen, Konformität & kontinuierliche Barrierefreiheit

Modul 8: Barrierefreiheits-Tests & Audits

  • Manuelle Testtechniken mit Screenreadern und ausschließlich über die Tastatur
  • Automatisierte Tests mit Tools wie axe, Lighthouse, pa11y
  • Erstellung von Barrierefreiheits-Testfällen für QA-Teams
  • Integration von Barrierefreiheits-Tests in CI/CD-Pipelines
  • Durchführung von Barrierefreiheits-Audits bei nativen mobilen Apps (manuelle Tests, automatisierte Tools wie Accessibility Scanner, Espresso für Android, XCTest für iOS)

Modul 9: Korrekturmaßnahmen & kontinuierliche Barrierefreiheit

  • Gängige Probleme der Barrierefreiheit und deren Behebung
  • Management der Barrierefreiheit in Legacy-Codebasen
  • Aufrechterhaltung der Barrierefreiheit bei Feature-Updates und Refactoring
  • Barrierefreiheit in plattformübergreifenden Apps (mobil, Desktop, Web)

Modul 10: Abschließende praktische Übung und Zusammenfassung

  • Aufbau oder Refaktorisierung einer kleinen App/Moduls zur Einhaltung der Barrierefreiheitsstandards
  • Peer-Review und Gruppendiskussion
  • Q&A und Feedbacksitzung
  • Ressourcen für kontinuierliches Lernen und Updates zur Konformität

Voraussetzungen

  • Grundlegende bis fortgeschrittene Kenntnisse in HTML, CSS und JavaScript
  • Grundlegende bis mittlere Kenntnisse in mobilen App-Techniken (Android, iOS)
  • Vertrautheit mit Frontend-Frameworks (React, Angular, Vue usw.) ist von Vorteil
  • Erfahrung in der mobilen App-Entwicklung ist von Vorteil
  • Grundlegendes Verständnis des Lebenszyklus der Web-/Mobile-Entwicklung
  • Laptop mit eingerichteteter Entwicklungsumgebung (Code-Editor, Browser-Dev-Tools)

Zielgruppe

  • Frontend-/Backend-/Mobile-Entwickler
  • UI/UX-Designer mit Programmierkenntnissen
  • QA-Ingenieure, die sich auf Barrierefreiheits-Tests spezialisieren
  • Produktverantwortliche und Projektmanager, die an der Einhaltung von Barrierefreiheitsrichtlinien beteiligt sind
 21 Stunden

Teilnehmerzahl


Preis je Teilnehmer (exkl. USt)

Erfahrungsberichte (3)

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